Logopädische Praxis  Brigitte Friedrichs
 
 
 
 

Patienteninformationen

 

Der erste Schritt

zur sprachtherapeutischen Behandlung erfolgt nach ärztlicher Verordnung, einer sogenannten Heilmittelverordnung für Maßnahmen der Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie. Eine solche Verordnung kann Ihnen prinzipiell von jedem Arzt (Allgemeinarzt, HNO-Arzt, Internist, Kinderarzt, Kieferorthopäde, Neurologe, Pädaudiologe, Zahnarzt, etc.) als Kassen- oder Privatrezept ausgestellt werden.

Nach Ausstellung Ihrer Verordnung muss die Behandlung innerhalb von 14 Tagen begonnen werden.

Den ersten Termin vereinbaren Sie bitte telefonisch mit mir.


Beim Erstgespräch,

dem Anamnesegespräch, werden die therapierelevanten Informationen erhoben. Diese Informationen, sowie die Ergebnisse aussagekräftiger Diagnoseverfahren, dienen als Grundlage für das weitere Vorgehen bei der Therapie.

Das Behandlungsziel und die Vorgehensweise werden gemeinsam mit den Beteiligten besprochen und in einem individuell ausgearbeitetem Therapieplan festgelegt.

 

Für den Therapieverlauf 

werden je nach Bedarf, in der Regel 1-2 mal wöchentlich, für Sie fest reservierte Termine festgelegt. Diese dauern je nach Störungsbild 45 oder 60 Minuten.

Ich stehe Ihnen als Therapeutin während des gesamten Behandlungsverlaufs als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

In enger Zusammenarbeit mit Ihnen werden die Therapieinhalte in den Alltag integriert. Sie erhalten von mir Übungsmaterialien und Tipps um therapeutische Fortschritte zu festigen. 


 

Logopädie hilft

Logopäden und Logopädinnen sind darin ausgebildet festzustellen, ob eine Sprach-, Sprech-, Stimm- oder auch Schluckstörung vorliegt und wie sie zu behandeln ist. Sie diagnostizieren und therapieren auf der Grundlage einer ärztlichen Verordnung und beraten Patienten und ihre Angehörigen. Im Vorfeld von Erkrankungen können logopädische Beratung und Präventionsangebote dazu beitragen, Kommunikationsstörungen vorzubeugen. Auch während einer Erkrankung können Logopäden helfen, mögliche Folgen für die Sprache, das Sprechen oder die Stimme abzuwenden beziehungsweise abzumildern.

Logopäden repräsentieren den Gesundheitsfachberuf, der für die Beratung, Diagnostik und Therapie von Kommunikationsstörungen im ambulanten und stationären Bereich zuständig ist. Daher sind sie auch in den Bereichen Prävention, Früherkennung, Frühförderung und Rehabilitation therapeutisch tätig.  Die Tätigkeit in freier Praxis erfolgt auf ärztliche Verordnung von Sprach-, Sprech- und Stimmtherapie und ist gesetzlich  in der Heilmittelrichtlinien (HMR), geregelt.


Störungen bei Erwachsenen

Wer seine Sprach-/Sprechfähigkeit nicht voll entwickeln kann oder verliert, ist gefährdet, ausgeschlossen zu werden. Patienten, die z.B. infolge eines Schlaganfalls eine Aphasie erleiden, können berufsunfähig werden. 

Die Einschränkung der Kommunikationsfähigkeit bei Erwachsenen kann unterschiedliche Bereiche betreffen, d. s. "Sprache", "Sprechen", "Stimme" und "Schlucken". Wenn mehrere Bereiche gleichzeitig betroffen sind, handelt es sich um komplexe Kommunikationsstörungen. Sie sind oft Folgen angeborener (z. B. Behinderungen) oder erworbener (z. B. Schlaganfall) Erkrankungen.


AA Stimmstörungen

Stimmstörungen können organisch oder funktionell bedingt sein. Sie stehen immer im engen Zusammenhang mit der Persönlichkeit und des Umfeldes des Patienten. Sie können durch Veränderungen im Stimmklang, in der Sprechgeschwindigkeit, in der Belastbarkeit und durch Missempfindungen bis hin zu Schmerzen gekennzeichnet sein. Neben der gestörten Sprechstimme kann auch die Singstimme eingeschränkt sein. Jede Heiserkeit, die länger als 4 bis 6 Wochen dauert, sollte ärztlich untersucht werden.

AA Sprachstörungen

Sprachstörungen im Erwachsenenalter sind in der Regel Aphasien. Aphasien sind zentrale Sprachstörungen, die linguistisch als Beeinträchtigung in den verschiedenen Komponenten des Sprachsystems (Phonetik, Phonologie, Semantik, Wortschatz, Satzbau und Pragmatik) zu beschreiben sind. Die Störungen erstrecken sich auf Sprechen, Verstehen, Lesen und Schreiben.

Als Aphasie bezeichnet man Störungen, die erst nach Abschluss des Spracherwerbs auftreten.

AA Sprechstörungen

Sprechstörungen im Erwachsenenalter sind zentral oder peripher bedingte motorische Störungen der ausführenden Sprechorgane. Sie äußern sich in mangelnder Artikulationsgenauigkeit und -geschwindigkeit und/oder durch Störungen im Sprechablauf (Stottern und Poltern). Man kann Sprechstörungen mit Problemen der Artikulation und Sprechstörungen mit Problemen des Sprechablaufs (Redeflussstörungen) unterscheiden


Störungen bei Kindern

Die Einschränkung der Kommunikationsfähigkeit bei Kindern kann unterschiedliche  Bereiche betreffen, dies sind "Sprache", "Sprechen", "Stimme" und "Schlucken". Wenn mehrere Bereiche gleichzeitig betroffen sind, handelt es sich um komplexe Kommunikationsstörungen. Sie sind oft Folgen angeborener (z. B. Behinderungen) oder erworbener Erkrankungen.


Wie spricht mein Kind? - Hinweise für Eltern

Ab dem 18. Monat:

AA Lassen Sie sich beraten, wenn:

  • sich die Sprache verschlechtert oder nicht mehr weiterentwickelt
  • Ihr Kind aufhört zu sprechen 


Ab dem 24. Monat:

AA Lassen Sie sich beraten, wenn:

  • Der Wortschatz des Kindes nur wenige Worte umfasst
  • Das Kind meistens unverständlich spricht
  • Das Kind keine 2-Wortsätze bildet  („Mama da“)
  • Sie das Gefühl haben, Ihr Kind versteht  Sie nicht


Ab dem 36. Monat:

AA Lassen Sie sich beraten, wenn Ihr Kind:

  • für Fremde unverständlich spricht
  • wenige Tätigkeitswörter, keine Artikel oder Eigenschaftswörter benutzt
  • noch nicht beginnt, die Mehrzahl zu bilden
  • noch keine einfachen Sätze bildet


Ab dem 48. Monat:

AA Lassen Sie sich beraten, wenn Ihr Kind:

  • Schwierigkeiten hat, Sätze zu bilden
  • grammatikalisch falsche Sätze bildet
  • nicht immer verständlich spricht
  • einfache Inhalte nicht wiedergeben kann